Es ist wirklich passiert. Direkt beim ersten Grow.
Aber theoretisch war es klar, dass dies passieren wird. Denn was man direkt man lernen muss beim Anbau von jeglichen Pflanzen ist: Geduld!
Bei Pflanzen aller Art gilt nämlich nicht das Prinzip Viel hilft viel!
TL;DR: Wie werde ich Trauermücken los?
Quanrantäne
Entdeckst du erste kleine Fliegen, ist schnelles Handeln wichtig. Isoliere die befallene Pflanze sofort, um eine Ausbreitung der Trauermücken auf deine gesunden Pflanzen zu verhindern. Bei fliegenden Schädlingen kann das schnell passieren.
Abtrocknen und Umtopfen
Die erste Maßnahme: Lass die Erde der Pflanze gut trocknen. Feuchtes Substrat ist ideal für Trauermückenlarven. Bei trockener Erde sterben die Larven ab. Du kannst die Pflanze zusätzlich auch umtopfen. Umtopfen kannst du die Pflanze natürlich auch. Ist nur schon etwas Overkill und zum Beispiel bei automatischen Cannabispflanzen nicht wirklich ratsam, da die Wurzeln sehr anfällig sind.




Behandlung
Wenn du das gemacht hast, kannst du die Pflanze mit verschiedenen Mitteln behandlen, um die Larven der Trauermücken zu bekämpfen. Neben Hausmitteln kannst du biologische Mittel, wie Neem-Öl oder Nematoden zur Bekämpfung anwenden. Mehr zu den verschiedenen Optionen dann im Beitrag.
Gelbtafel zur Kontrolle
Um zu verhindern, dass erwachsene Trauermücken neue Larven legen, ist der Einsatz von Gelbtafeln* sinnvoll. Diese helfen, die Trauermücken dauerhaft zu fangen. Lasse die Gelbtafeln nach dem Umtopfen und anderen Maßnahmen in der Erde der befallenen Pflanze.
Warum hat man Trauermücken?
Trauermücken übertragen sich meist von Pflanze zu Pflanze und oft kommen sie ins Haus, wenn eine neue Pflanze einzieht. Auch kann es sein, dass man sich die kleinen Nervensägen auch über die Erde einfängt. Also wenn du Erde im Gartencenter kaufst und diese falsch gelagert wurde, oder grundsätzlich anfällig dafür ist, dann kannst du es gar nicht verhindern. Wichtig ist nun jedoch zu wissen: Das ist kein Weltuntergang. Du musst nun nicht deine Pflanze wegschmeißen und von vorne anfangen!
Egal, ob die Erde nun von Anfang an “vorbelastet” war oder nicht, man begünstigt den Befall von Trauermücken auch wenn man – genau wie ich – zu ungeduldig ist und seine Pflanzen zu oft und/oder zu viel gießt. Wie ließt man doch überall: Grade Cannabis Pflanzen haben lieber zu wenig, als zu viel Wasser (kommt natürlich auch auf die Phase an, in der die Pflanze sich befindet!!)
Warum sind Trauermücken schlecht?
Die Larven der Trauermücken sind besonders gefährlich, da sie die Wurzeln deiner Pflanzen anfressen. Dadurch können die Pflanzen kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen, verlieren an Stärke und sterben schließlich ab. Entdeckst du Trauermücken, musst du sofort handeln.
Steckbrief Trauermücken
Diese kleine schwarze Fliege bereitet früher oder später jedem Zimmerpflanzen Liebhaber Kopfzerbrechen. Daran erkennst du sie:
- Größe: 0-3mm
- Farbe: Schwarz
- Merkmal: ähnlich zu Obstfliegen, haben jedoch längere Beine, sowie Flügel und Fühler
- Vermehrung: legen Larven in die Erde
- Optimale Lebensbedingungen: dauerhaft feuchtes Substrat
Hausmittel gegen Trauermücken
Wenn man Trauermücken, oder anderes Getier entdeckt, will man am Besten sofort handeln und das Problem so schnell wie möglich angehen. Am besten mit Dingen, die man eh grade zur Hand hat. Darum im Folgenden mal einige Hausmittel, die ihr, oder Angehörige gegebenenfalls zuhause haben könntet:
Sand/Kaffesatz: Wenn du eine Kaffeemaschine zuhause hast, dann stehen die Chancen gut, dass du auch Kaffeesatz “herstellen” kannst. Trockne diesen Kaffeesatz, so dass er wirklich nicht noch mehr Feuchtigkeit mit auf deine Pflanze bringt. Dann verteilst du eine ein bis zwei Zentimeter dicke Schicht auf deiner Erde rund um die befallene Pflanze. Diese Schicht Kaffeesatz verhindert, dass Trauermücken neue Larven in die Erde legen und vorhandene Larven schlüpfen können. Außerdem wirkt der Kaffeesatz auch noch als Dünger für deine Pflanze.
Streichhölzer: Der Schwefel in Streichholzköpfen kann effektiv gegen Trauermücken helfen. Stecke die Streichhölzer kopfüber in die Erde deiner Pflanze. Der Schwefel tötet die Trauermückenlarven ab. Stelle hierfür sicher, dass deine Streichhölzer* noch Schwefel enthalten, denn das ist heutzutage nicht mehr der Standard. Für einen normalen Topf mit um die 15 Zentimeter Durchmesser reichen ein bis zwei Streichhölzer. Musst du dann dementsprechend anpassen.
Teebaum- oder Lavendelöl: Die beiden Öle können, wie das Neem-Öl*, mit Wasser vermischt und anschließend auf die Erde der befallenen Pflanze gegossen werden. 10 Tropfen von einem der Öle mit 0,5 Liter Wasser verdünnen. Das Öl bekämpft die Larven und verhindert somit, dass sich die Trauermücken weiter ausbreiten
Lesen is blöd
Aktuell ist dieser Blog hier rein schriftlich. Vielleicht wird sich das in der Zukunft ändern, aber bis dahin werden wir hier mit dir auch immer wieder Videoinhalte teilen, die wir uns selber auch angesehen haben, damit du auch die Option hast, von denen zu lernen, von denen wir gelernt haben.
Hier also das Video von Outdoorando und direkt mal der Link zu seinem Blog. Schaut dort mal vorbei und seht, was er so treibt: https://www.outdoorando.de/ueber-mich/
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